Psychotherapie

  • Die geschützte Umgebung des therapeutischen Gesprächs, soll es den PatientInnen erleichtern, offen über ihre Probleme, Anliegen und Wünsche zu sprechen.
  • Ein sicherer Raum, in dem PatientInnen Ängste, beängstigende Gedanken und Erinnerungen, schmerzliche und traumatische Erfahrungen zulassen und mitteilen können, soll entstehen.
  • Durch das Erarbeiten neuer Lösungswege und Handlungsmöglichkeiten, wird sich der Umgang mit sich und anderen weniger problematisch gestalten.
  • Durch eine verbesserte Konfliktbewältigung nehmen die allgemeine Belastbarkeit, die Leistungs- und Liebesfähigkeit, sowie die Lebensfreude zu.

Ein therapeutisches Gespräch unterscheidet sich deutlich von anderen Gesprächssituationen.
Besonderen Rahmenbedingungen fördern, dass sich unbewusste Konfliktmuster in der therapeutischen Beziehung entfalten und so in der aktuellen Situation erlebt werden können. Dadurch können Zusammenhänge zwischen aktuellen Problemen und Leidenszuständen und unbewussten Gründen erkannt, ertragen und schließlich bewältigt werden.


Allgemeinen Rahmenbedingungen sind unter anderem:

  • regelmäßige, verbindliche Termine
  • die Neutralität und Unabhängigkeit des Therapeuten
  • Schweigepflicht des Therapeuten gegenüber allem, was in der Therapie gesagt wird
  • die Aufforderung, über alles zu sprechen, was einem in den Sinn kommt, auch wenn es vielleicht unsinnig oder gar peinlich erscheint

BEHANDLUNGSMETHODE

Es gibt unzählige Therapiean­sätze und -metho­den im Be­reich der Psy­cho­the­ra­pie. Eine so­zi­al­recht­liche An­er­ken­nung, einhergehend mit der Möglichkeit der Kostenübernahme durch die verschiedenen privaten und gesetzlichen Krankenkassen, fan­den in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land bis­lang die Ver­hal­tens­the­ra­pie, die Psy­cho­ana­ly­se und die davon ab­ge­lei­te­te tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Ich biete in Form von Einzeltherapie für Erwachsene die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (tfP) an. Diese ging als Modifizierung und Weiterentwicklung aus der Psychoanalyse hervor und betont die Bedeutung von zwischenmenschlichen Beziehungen und Konflikten, von desintegrierten Wünschen sowie die Bedeutung der individuellen Biografie bei der Entstehung von psychischen Störungen.

Krankheitssymptome werden als Folge von aktuellen Konflikten in Beziehungen oder von nicht bewältigten Beziehungserfahrungen und Konflikten aus früheren Lebensphasen gesehen. Diese Konflikte und Erfahrungen können das spätere Leben bestimmen und psychische Erkrankungen zur Folge haben.

Ziel der Behandlung ist es:

  • die individuellen Gründe und psychodynamischen Ursachen hinter diesen Erkrankungen zu behandeln
  • die zugrunde liegenden unbewussten Motive und Konflikte der aktuellen Symptome zu erkennen und sich mit diesen auseinanderzusetzen.
  • durch Einsichten in die Zusammenhänge und Ursachen der aktuellen Symptome Veränderungen im Erleben oder Verhalten zu erreichen.

BEHANDLUNGSspektrum

Mein Behandlungsspektrum umfasst unter anderem folgende Problembereiche:

  • Emotionale Beschwerden, wie Depressionen, mit z.B. Niedergeschlagenheit, Gefühle von Leere und Hoffnungslosigkeit, Antriebslosigkeit, Verlust von Freude, Suizidgedanken; Stimmungsschwankungen
  • Negatives Selbstwertgefühl bzw. Selbstbewusstsein wie z.B. das Gefühl, nicht zu genügen, oder kein Gespür für die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen zu haben
  • Emotionale Beschwerden, wie Depressionen, mit z.B. Niedergeschlagenheit, Gefühle von Leere und Hoffnungslosigkeit, Antriebslosigkeit, Verlust von Freude, Suizidgedanken; Stimmungsschwankungen
  • Anpassungsstörungen mit anhaltenden Beschwerden nach einschneidenden Lebensereignissen oder Schwellensituationen, wie z.B. Ende des Studiums/der Erwerbstätigkeit, Tod eines nahestehenden Menschen, Krankheit, Trennung, aber auch die Geburt eines Kindes
  • Negatives Selbstwertgefühl bzw. Selbstbewusstsein wie z.B. das Gefühl, nicht zu genügen, oder kein Gespür für die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen zu haben
  • Angststörungen wie Panikattacken; Angst an einer schweren Krankheit zu leiden (Hypochondrie); spezifische Phobien; anhaltende Ängste und Sorgen, bezogen auf verschiedene Lebensbereiche und das Leben als Ganzes
  • soziale Ängste und Konflikte, diese beinhalten u.a. Abhängigkeit von anderen und von deren Wertschätzung; Angst vor Trennungen oder Verlust; soziale Phobien, wie Angst vor geschlossenen oder freien Räumen, Angst in der Öffentlichkeit zu essen, oder zu sprechen; Prüfungsängste
  • Posttraumatische Belastungsstörungen, also psychische Beeinträchtigungen nach traumatischen Erlebnissen wie einem schweren Unfall, einem Überfall, oder einer Vergewaltigung
  • Zwischenmenschliche Probleme wie z.B. Ehe- oder Beziehungsprobleme, Probleme am Arbeitsplatz oder starke soziale Unsicherheit.
  • Sexuelle Probleme und Störungen, wie Einschränkungen des sexuellen Erlebens und Verhaltens oder der sexuellen Funktion.
  • Psychosomatische Störungen wie chronische Schmerzen, also psychische Beschwerden in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen oder körperliche Beschwerden bei unklarer oder fehlender körperlicher Ursache. Psychosomatischer Störungen können unterschiedliche Bereiche wie z.B. das Nerven-Sinnes-System, das Herz-Kreislauf- System oder den Magen-Darm-Trakt betreffen.
  • Zwangsstörungen, wie Wasch- , Kontroll- oder Zählzwänge, Zwangsgedanken. Aber auch andere mit einer eingeschränkten Selbstregulierung einhergehende Krankheitsbilder, wie hohe Reizbarkeit, Kontrollverlust oder selbstverletzendes Verhalten.

Sollten Sie ihr Anliegen nicht in den oben dargestellten Problembereichen wiederfinden, bedeutet das nicht, dass eine Therapie für sie nicht in Frage kommt. In einem persönlichen Erstgespräch klären wir, inwieweit eine Psychotherapie bei mir stattfinden kann.

KONTRAINDIKATION

Eine Behandlung in meiner ambulanten Psychtherapiepraxis ist nicht immer möglich, wenn Patienten an akuten Psychosen oder hirnorganischen Störungen leiden. Bei akuter Suizidalität ohne ausreichende Bündnis- und Absprachefähigkeit ist eine stationäre Behandlung unvermeidbar. Bei stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen ist eine Behandlung in der Regel nur nach einer Entzugstherapie und nach Rücksprache mit den behandelnden Ärztenmöglich.

Ablauf einer Psychotherapie

1. ERSTE ORIENTIERUNGSHILFE

Bevor Sie eine Therapie bei mir beginnen, führen wir ein vertrauliches und unverbindliches Gespräch im Rahmen der Psychotherapeutische Sprechstunde. Diese ist seit dem 1.04.2018 für alle Patienten verpflichtend und dient als eine erste Orientierungshilfe.
Wir klären, ob eine krankheitswertige psychische Störung vorliegt und ob eine psychotherapeutische Behandlung benötigt wird. Ich mache mir einen ersten Eindruck über Ihre Anliegen und Beschwerden und nehme eine erste diagnostische Einschätzung vor. Auch Sie können sich so einen ersten Eindruck von mir machen. Darüber hinaus erhalten Sie von mir Informationen über die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten einer Psychotherapie.

Bitte beachten Sie, dass ich Ihnen im Anschluß keinen Platz für eine Richtlinienpsychotherapie bei mir garantieren kann. In jedem Fall erhalten Sie von mir Empfehlungen für Ihr weiteres Vorgehen.

 

2. PROBESITZUNGEN

Wenn ich Ihnen einen freien Platz anbieten kann, können Sie in bis zu 4 sogenannten probatorischen Sitzungen (Probesitzungen) für sich herausfinden, ob Ihnen das psychotherapeutische Angebot zusagt und Sie sich in der Therapie wohl fühlen. Denn es ist für eine erfolgreiche Therapie unerlässlich, dass es zwischen PsychotherapeutIn und PatientIn sowohl therapeutisch als auch zwischenmenschlich „passt“. Wir klären, inwiefern in Ihren Fall eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sinnvoll ist und bestimmen die therapeutischen Ziele über ein erstes Verständnis zur Entstehung Ihrer Probleme -unter Bezugnahme Ihrer individuellen Lebensgeschichte – genauer.

3. ANTRAGSSTELLUNG

Entscheiden wir uns gemeinsam für eine weiterführende Psychotherapie, erfolgt in dieser Zeit auch die Antragstellung zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse. Das genaue Procedere der Antragstellung erläutere ich Ihnen in den ersten Sitzungen.
Die Psychotherapie beginnt, sobald die Genehmigung vorliegt und endet spätestens mit Ablauf der von der Krankenkasse genehmigten Sitzungen oder auch früher, wenn Sie das Gefühl haben, Ihre persönlichen Ziele im Rahmen der Therapie erreicht zu haben.

 

4. AB BEWILLIGUNG

  • Die eigentlich Psychotherapie findet für gewöhnlich einmal pro Woche zu einem festen Termin statt. Eine Sitzung dauert 50 Minuten.
  • Wichtig ist, dass in einer Psychotherapie grundsätzlich nichts gegen Ihren Willen und nur mit Ihrem informierten Einverständnis geschieht. Eine verbesserte Selbstbestimmung ist eines der Ziele einer Psychotherapie. Dies bedeutet aber auch, dass der Erfolg einer Psychotherapie auch von Ihrer Eigeninitiative abhängen wird.

Im Verlauf der Therapie wird es darum gehen gemeinsam zu verstehen, worin Ihre Probleme genau bestehen, welche Wünsche, Bedürfnisse und Motive damit verbunden sind und wie diese mit Ihrer individuellen Biografie in Zusammenhang stehen.
Dabei werden wir bedeutsame zwischenmenschliche Situationen aus Ihrem Leben emotional aktualisieren und diese gemeinsam in Bezug auf Ihre aktuelle Lebenssituation beleuchten. Ich werde Sie auch auf Widersprüche in Ihrem Leben aufmerksam machen und Sie dabei unterstützen, mit diesen umzugehen und sie zu bewältigen. Darüber hinaus kann es wichtig werden herauszufinden, welche Wünsche Sie hinsichtlich Ihrer Zukunft in Bezug auf ihr Leben haben und wie diese verwirklicht werden können.

Dauer einer Psychotherapie

  • Eine Kurzzeittherapie umfasst bis zu 24 Stunden, die in zwei Schritten zu je 12 Stunden bei der Krankenkasse beantragt werden müssen. Bei privaten Krankenkassen gibt es zum Teil andere Vereinbarungen, die Sie Ihrem Vertrag entnehmen oder bei der Kasse erfragen können. Eine Kurzzeittherapie bietet sich für die Bewältigung akuter Krisen oder schwieriger Schwellensituationen an wie z.B. Prüfungen, Verlust eines Menschen und Trennungen.
  • Eine Langzeittherapie umfasst 60 bis 100 Stunden und ist immer dann sinnvoll, wenn die Probleme schon längere Zeit bestehen, weniger klar umgrenzt sind, oder es um grundsätzlichere Veränderungen im Lebengeht.
  • Zudem besteht bei besonders dringendem Behandlungsbedarf die Möglichkeit einer psychotherapeutischen Akutbehandlung. Diese umfasst bis zu 12 Sitzungen und dient der Krisenintervention. Sie zielt auf eine kurzfristige Besserung der Symptome ab und kann dabei helfen einer Chronifizierung der psychischen Störung entgegen zu wirken. Falls erforderlich kann sie in eine Kurzzeit- oder Langzeitpsychotherapie umgewandelt werden, wobei die schon durchgeführten Therapieeinheiten der Akutbehandlung dann auf die nachfolgende Therapie angerechnet werden.

Kosten einer Psychotherapie

Die Kosten einer ambulanten tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie werden – nachdem ein entsprechender Antrag gestellt wurde – von gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, sowie der Beihilfe übernommen, sofern eine krankheitswertige psychischen Erkrankung vorliegt.

GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG (GKV)

 

Die Kosten der psychotherapeutischen Sprechstunde und der probatorischen Sitzungen werden in jedem Fall von den GKV getragen. Ich benötige für die Abrechnung ausschließlich Ihre Gesundheitskarte. Eine weiterführende Psychotherapie muss von uns gemeinsam bei der Krankenkasse beantragt werden. Den genauen Ablauf des Antragsverfahren erläutere ich Ihnen in den ersten Sitzungen. Nach Bewilligung des Antrags – was meist der Fall ist – trägt Ihre GKV die Kosten für die beantragte Sitzungsanzahl.

 

SELBSTZAHLER

 

Als Selbstzahler können Sie die Psychotherapie, je nach Terminlage, sofort beginnen. Hier betrifft das Therapieabkommen nur Sie und mich, bezüglich des Vorgehens müssen Sie niemandem gegenüber Anträge stellen oder Rechenschaft ablegen. Die Kosten richten sich auch hier üblicherweise nach der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP).

PRIVATE KRANKENVERSICHERUNG (PKV) UND BEIHILFE

 

PKV übernehmen normalerweise zumindest anteilig die Kosten einer ambulanten tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie. Allerdings gibt es hier sehr unterschiedliche Gesellschaften und Tarife. Bitte klären Sie Ihre individuellen Vertragsbedingungen mit Ihrer Krankenkasse im Vorfeld ab. Üblicherweise erhalten Sie alle notwendigen Antragsunterlagen mit der Post und können diese zum Erst- oder Folgegespräch mitbringen. Ich werde Ihnen die Therapiekosten in Rechnung stellen, Sie können diese dann bei Ihrer Krankenkasse oder Beihilfe für eine Rückerstattung einreichen. Die Kosten für die Therapie richten sich nach der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP).